In Liebe, eure Hilde

© Pandora Film, Foto: Frédéric Batier

Unser Novemberfilm erzählt die wahre Geschichte einer ganz normalen jungen Frau. Die Widerstand leistet. Die verliebt ist. 1942.

Nach einer wahren Geschichte

Hilde Coppi (geb. Rake) gehörte zum Widerstandsnetzwerks»Rote Kapelle«. Sie verteilte während des Nationalsozialismus Flugblätter und versuchte, gegen die Propaganda der Nazis aufzuklären. 1942 wurden sie zusammen mit weiteren Mitgliedern verhaftet und schließlich zum Tode verurteilt. Während der Zeit im Gefängnis brachte Hilde ihren Sohn zur Welt. Der heute über 80-jährige Hans Coppi junior forschte später als Historiker zur »Roten Kapelle«.

Über den Film

Der bekannte deutsche Regisseur Andreas Dresen kopnzentriert sich ganz auf die Hauptfigur, ohne die üblichen Aufmärsche, Redem, Flaggen und üblichen ikonischen Bilder des nationalsozialismus. Dadurch richtet sich der Fokus aus die individuelle und zeitlose Frage einer jeden Diktatur: Was soll, was kann, was muss ich tun?

Der Film beginnt im Gefängnis und erzählt in Rückblicken Hildes Geschichte: wie sie sich entschloss, gegen die Nazis aufzuklären, wie sie sich verliebte, von ihren Ängsten und Hoffnungen. Von der Verzweiflung, ihr Kind zurücklassen zu müssen.

Die zurückhaltende Bildsprache und der Verzicht auf Musik verleihen dem Film historische Authentizität ohne Pathos. Thematisiert wird nicht nur die Verfolgung durch das NS-Regime, sondern auch das Mitwirken vermeintlich unbeteiligter Akteure – wie Richter oder Gefängnispersonal. Hildes Aufseherin begegnet ihr zunehmend mit Mitgefühl, bleibt jedoch systemloyal.

Für wen der Film geeignet ist

Die Frage „Was hätte ich getan?“ drängt sich beim Sehen auf – nicht zuletzt, weil Hildes Taten unspektakulär, aber konsequent sind. Sie wird nicht als Heldin inszeniert, sondern als zurückhaltende Frau, die dennoch überzeugt davon ist, dass Widerstand das einzig Richtige war.

Jugendliche sollte in einem Alter sein, in dem man sich solche Fragen schon stellen kann. „In Liebe, eure Hilde“ startet sehr tragisch. Freigegeben ist er in Tschechien ab 15 Jahren. Wir würden ihn für Oberstufenschüler:innen, die schon etwas mit dem Thema Nationalsozialismus bekannt sind, empfehlen.

Reservierung

Die Vorstellung findet im CinemaCity im Einkaufzentrum Palác (ehemaligés Afi) statt. Eintritt für Schüler:innen 105 Kč, Begleitpersonen kostenlos. Ihre Schule können Sie bis zum 17. 11. 2025 per E-Mail () unter Angabe von Schul-Namen, Namen und Kontakt der Lehrkraft, Anzahl der Schüler:innen und Begleitungen anmelden. Die Karten werden direkt im Kino bezahlt.

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